Der Name Laura Burhenn fand bei mir erstmals im Jahre 2007 Beachtung. Da veröffentlichte sie zusammen mit John Davis unter dem Projektnamen Georgie James das Debütalbum ‚Places‘ auf dem schön anzuhörender Indiepop zu finden ist. Doch die Zusammenarbeit stand unter keinem guten Stern. Bereits im August 2008 erklärten die beiden zukünftig wieder getrennte Wege gehen zu wollen. John Davis hat inzwischen mit Title Tracks eine neue Band gegründet und veröffentlicht in wenigen Tagen das Debütalbum ‚It Was Easy“. Auch Laura Burhenn war produktiv. Ihr neues Projekt heißt The Mynabirds, das Debütalbum ‚What We Lose in the Fire We Gain in the Flood‘ wurde im Sommer 2009 zusammen mit dem Produzenten Ricard Swift aufgenommen und soll Ende April via Saddle Creek erscheinen. Mit ‚Numbers Don’t Lie‘ gibt es jetzt einen ersten Song daraus als Free MP3, und da wandelt Frau Burhenn auf den Spuren von Dusty Springfield.
[audio:http://www.saddle-creek.com/sounds/TheMynabirds_NumbersDontLie.mp3]
The Mynabirds – Numbers Dont Lie (right click and save)


Siebziger Jahre Folk Rock, der bisweilen an Fleetwood Mac erinnert. So äußerte ich mich Ende Mai 2006 über die Musik von Midlake, die da gerade ihr zweites Album ‚Trials Of Van Occupanther‘ veröffentlicht hatten. Eine Platte von der nicht nur ich sehr angetan war, die Kritiker überschlugen sich förmlich mit ihren Lobeshymnen. So sehr die Band aus Denton, Texas diese Anerkennung auch genoss, so verursachte sie zugleich einen hohen Erwartungsdruck, der die Arbeit am Nachfolgewerk sehr erschwerte. Fast vier Jahre mussten vergehen bis nun mit ‚The Courage Of Others‘ Album Nr. 3 erscheinen konnte. Um nicht Gefahr zu laufen eine Kopie des 2006er Erfolgsalbums aufzunehmen verlagerte das Quartett seine musikalische Verortung noch weiter in die Vergangenheit, in die Zeit des Britfolks der 60er Jahre. Die Flöte kommt öfter zum Einsatz, das Tempo wurde noch mehr gedrosselt, und zum wunderbaren, meist doppelten Gitarrenspiel gesellt sich als Mittelpunkt die warme Stimme von Sänger Tim Smith. All das verleiht dem Klang der Platte eine weiche, fast majestätische Note. Das kann wer will jetzt verächtlich Softrock nennen und die Platte in die Ecke schmeißen, aber man kann auch hineintauchen in diese melancholische Stimmung und die Erhabenheit, die die Songs auf ‚The Courage Of Others‘ ausstrahlen. Ich habe mich für Letzteres entschieden, und wurde mit tiefer innerer Zufriedenheit belohnt. Peace!